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Elena Dubinina wartet auf einen Anruf von ihrer Freundin Natascha. Die beiden haben ein Abkommen: wenn eine von ihnen in die Ukraine fährt, bringt sie der anderen ihre Lieblingssachen aus der früheren Heimat mit; und zwar Kosmetik, aber auch Lebensmittel, eben alles was den Geschmack von früher hat. Dieses Mal fliegt Natascha für eine Woche nach Kiew und Elena hat wie immer eine lange Liste bereit. Vor genau 13 Jahren ging Elena aus Kiew fort. Sie wollte von dort weg – egal was ihre Mutter und ihr Mann dazu sagen würden. Nachdem sie in Berlin die Aufenthaltsmöglichkeiten erkundet hatte, holte sie ihre Tochter und ihren Mann nach. Ins Reisegepäck konnte sie nur wenig von Zuhause packen: eine russische Lackmalerei und 100 bemalte Ostereier aus Holz, mit denen sie einen Handel eröffnen wollte. Elena war gespannt auf das neue Leben in Deutschland. Sie hatte von der Armut und der ständigen Unsicherheit einfach genug. Seit dem Unfall im Atomkraftwerk Tschernobyl kam auch die Sorge um die Gesundheit ihrer Tochter dazu. In der Ukraine hielt sie wirklich nichts. Sie liebt ihre neue Heimat, aber dennoch vermisst sie manchmal ihren Garten in Kiew, alte Freunde und vor allem die russische Sprache. Auch findet sie, dass die Lebensmittel aus der Ukraine einen besseren Geschmack haben. Deshalb ist Elenas Bestellliste immer mit russischen Waren voll. |
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Dieses Bild hängt bei Elena an der Wand. Es zeigt die vor 400 Jahren erbaute Basilius-Kathedrale am Roten Platz in Moskau. Daneben sind einige Gebäude des „Kremls“ zu sehen. Das Bild hat sie sich aus Moskau mitgebracht. „Kreml“ ist ein russisches Wort und bedeutet „Stadtfestung“. In vielen Städten gibt es einen Kreml. Zu dieser Anlage gehören meist auch Kirchen und Kathedralen.
Weltbekannt aber ist der Moskauer Kreml. Je mächtiger diese Stadt im Laufe der Jahrhunderte wurde – hier war der Sitz des Zaren – desto prächtiger und größer wurde die Anlage. Heute ist hier der Regierungssitz und der Sitz des Präsidenten von Russland. Wenn Elena den Kreml besucht, muss sie viel Zeit einplanen, eigentlich den ganzen Tag. Denn hier befinden sich nicht nur wunderschöne Kirchen, sondern auch Museen. Die liebt Elena ganz besonders.
1. Zahnpasta
2. Gesichtscreme
3. Handcreme
4. Buchweizen
5. Arznei
6. Schokolade
7. Kleines Souvenir
8. Ein Kalendar
9. Bücher
10. Eine Musik-CD
Natürlich gibt es all diese Dinge auch in Berlin. Aber aus Kiew ist alles besser – meint Elena.
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